Schädel-Hirntrauma

Was ist ein Schädel-Hirn-Trauma?

Unter einem Schädel-Hirn-Trauma versteht man eine Schädelknochenverletzung und/oder eine Verletzung des Gehirns. Dies sind Folgen einer Krafteinwirkung verschiedenster Form und Ausprägung, wie beispielsweise durch abruptes Beschleunigen und Abbremsen des Kopfes und der Halswirbelsäule bei einem Autounfall.

Wie äußert sich Schädel-Hirn-Trauma?

Mögliche Anzeigen für ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma sind Übelkeit/Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen/-steife, Schwindel, Puls-/Blutdruckschwankungen, vermehrtes Schwitzen, Lähmungen, Empfindlichkeiten, Reizbarkeit etc.
Eine schwere Hirnschädigung kann sich durch stark zunehmende Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Bluterguss unterm Auge, Austritt von Flüssigkeit aus dem Ohr und der Nase, unterschiedlich große Pupillen, Bewusstseinstrübung/Bewusstlosigkeit, ausgeprägte Lähmungserscheinungen und stark gestörte Funktionen von Atmung, Herz und Kreislauf äußern. Ein Schädel-Hirn-Trauma bedarf immer der ärztlichen Abklärung.

Wird man nach einem Schädel-Hirn-Trauma wieder ganz gesund?

Die Prognose hängt von der Schwere des Schädel-Hirn-Traumas ab. Die möglichen Ausgänge belaufen sich vom Versterben des Betroffenen, über mittelgradige Behinderungen bis hin zur wiedererlangten Arbeitsfähigkeit. Auch wenn entsprechende medizinische Behandlungen, Therapien und Rehamaßnahmen dem Betroffenen geholfen haben, wieder am Alltag teilzunehmen, so bleiben bei einer Mehrzahl der Hirngeschädigten lebenslange Einschränkungen vorhanden. Mögliche Langzeitschäden können in den Bereichen Motorik, Sensorik, Sprache, Kognition und Psyche vorliegen.

Wie unterstützt die Ergotherapie nach einem Schädel-Hirn-Trauma?

Je nach Ausprägung der vorliegenden Einschränkungen werden nach einer ausführlichen Diagnostik die gemeinsamen Ziele besprochen. So könnte ein mögliches Ziel beispielsweise das Wiedererlangen der selbständigen Versorgung im häuslichen Umfeld sein. Dies könnte Esstraining, Wasch- und Anziehtraining, Hilfsmittelberatung und Anpassungen im Umfeld beinhalten. Liegen Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten vor, so könnte man bspw. die Merkfähigkeit üben.
Die Gestaltung der Therapie wird immer individuell mit dem Klienten abgesprochen und an die
Bedürfnisse angepasst. Das Hauptziel ist immer eine zufriedenstellende Partizipation im Alltag der
Betroffenen.

Wie unterstützt die Logopädie mich nach einem Schädel-Hirn-Trauma?

Auch in der Logopädie ist das Hauptziel die Steigerung der Lebensqualität und die individuelle Gestaltung 
der Inhalte/Ziele der Therapie. Bei einer entstandenen Aphasie oder anderen Sprachstörungen würde man die jeweilige Sprachtherapie anwenden. Liegt eine Schluckstörung vor, so werden bei einer funktionellen Schlucktherapie beispielsweise gezielte Kräftigungsübungen der Mund- und Kehlkopfmuskulatur durchgeführt. Sind aktive Übungen aufgrund des aktuellen gesundheitlichen Zustandes nicht möglich, so können bei der manuellen Dysphagietherapie passive Dehnungsübungen angewandt werden, wodurch das normale Schlucken angeregt wird.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr individuell. Melden Sie sich gerne bei uns für Ergotherapie und
Logopädie in Hamburg-Langenhorn und Umgebung.