Autismus-Spektrum-Störung (ASS)

Was ist Autismus?

Autismus ist eine komplexe und neurologische Entwicklungsstörung, weshalb man auch von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) spricht. Die Informations- und Wahrnehmungsstörung wirkt sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und das Verhaltensrepertoire aus.

Unterschieden wird zwischen „Frühkindlicher Autismus“, „Asperger-Syndrom“ und „Atypischer Autismus“. Da zunehmend immer mehr leichte Formen diagnostiziert werden, spricht man häufig allgemeiner von einer Störung im Autismus-Spektrum.

Welche Therapie ist für Autisten geeignet?

Da die Ausprägung einer Autismus-Spektrum-Störung je nach Form, Fähigkeiten und Ressourcen variiert, ist ein einheitlicher Therapieplan nicht möglich.

Das gemeinsame Ziel aller Therapien ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Fähigkeiten in verschiedenen Lebensbereichen zu stärken. Dies kann nur unter Einbeziehung des individuellen Umfeldes gelingen.

Ein mehrdimensionaler Ansatz („Komplextherapie“), also eine Zusammenarbeit mehrerer Professionen und Behandlungsansätze scheint aber immer sinnvoll zu sein.

Ergotherapie, Logopädie, Musiktherapie, Sensorische Integrationstherapie (SI), TEACCH-Programme, Verhaltenstherapie, Frühförderung, medikamentöse Therapie etc. können hierbei mögliche Bausteine sein.

Was macht man in der Ergotherapie bei Autismus?

Die Ergotherapie kann über viele Jahre Betroffene begleiten. Auch hier sind die Ziele sehr individuell.

Beispiele für Bereiche, in denen Ergotherapie unterstützen kann, sind Verbesserung der körpereigenen Wahrnehmung, Abbau stereotyper Verhaltensweisen, Steigerung der alltagsorientierten Handlungskompetenz, Ausweitung sozialer Kompetenzen, Schaffung von Lerngrundlagen und noch viele weitere. Natürlich ist auch hier die spezifische Beratung und Anleitung von Angehörigen und betreuenden Personen ein Tätigkeitsfeld.

Was macht man in der Logopädie bei Autismus?

In der Logopädie ist es wichtig, genau wie in der Ergotherapie, verhaltenstherapeutisch basierte Ansätze (z.B. Verstärkung von Zielverhalten) anzuwenden und die Spezialinteressen der Betroffenen zu nutzen. Die Ziele werden gemeinsam individuell festgelegt. Auch hier ist eine enge Kooperation mit Angehörigen und betreuenden Personen notwendig, um die Betroffenen umfassend unterstützen zu können. Mögliche logopädische Ziele können die Anbahnung von kommunikativem Verhalten (Blickkontakt, Zuwendung, nonverbale Interaktion, Sprachverständnis), Behandlung von Schwierigkeiten der Nahrungsaufnahme, Funktionalisierung von Sprache, Hilfsmittelnutzung (z.B. Talker) etc. sein.

Gerne sind wir Ihr Ansprechpartner in Hamburg-Langenhorn und Umgebung.

Ihr nächster Schritt

Vereinbaren Sie
Ihren Termin

Terminanfragen und -absagen nehmen wir ausschließlich telefonisch entgegen. Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 08:00 bis 17:45 Uhr und freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr. Außerhalb der Zeiten läuft rund um die Uhr unser Anrufbeantworter.